Bernstein – das Gold der See auf dem Darß finden

Der Himmel verdunkelt sich, ein Sturm zieht auf, die Bäume wiegen sich und der Wind drück die See bis an die Dünen heran. Stürme dieser Art gibt es auf dem Darß vor allem in der kalten Jahreszeit, im Herbst oder Winter. Wenn sich das Treibgut an der Küste gesammelt hat und der Sturm langsam nachlässt ist die beste Zeit gekommen um nach dem Gold des Meeres Ausschau zu halten: dem Bernstein.


Bernsteine auf dem Darß

Bernstein, wie man ihn an den Darßer Stränden finden kann @pixabay – mixmax9999 – 2018

Die besten Chancen, Bernstein zu finden stehen dabei nach einem starken Sturm aus Nordost. Denn dann ist an den Küsten angeschwemmtes Strandgut zu finden, Algen, Steine, Muscheln und Gehölz und dazwischen, mit etwas Glück, auch das eine oder andere kleine Stück Bernstein. Bernstein ist leicht und wird deshalb genau so an den Strand gespült wie anderes Treibgut. Bernsteinsucher, die an den Nordstränden in Richtung Darßwald und Darßer Ort suchen, können dabei auf einen Fund dieses fossilen Harzes hoffen. Dort macht der Darß einen Knick in Richtung Nordwest – eine ideale Bucht also, um nach einem Sturm aus Nordost eine Auffangstelle für gestrandeten Bernstein zu werden.

Echte Bernsteinfischer lassen sich auch mit einem Kescher in der See beobachten, denn unter idealen Bedingungen kann Bernstein auch im Wasser schwimmen. Da es nur ein kleiner Prozentsatz des fossilen Harzes an die Küste schafft, stehen die Chancen einen guten Fund im seichten Wasser zu machen aus diesem Grund recht gut.

Tipps rund um die Bernsteinsuche auf dem Darß

Der richtige Zeitpunkt

Einen Sturm abwarten – Stürme an der Ostsee gibt es meist im Herbst oder Winter. Nachdem sich der Sturm gelegt hat und Treibgut angeschwemmt wurde ist der Zeitpunkt gekommen, um sich auf die Suche zu machen. Der Herst auf dem Darß ist dabei auch ideal für eine Kranichbeobachtung.

Der Ort

Am besten sucht man an Orten, gegen die der Sturm gedrückt hat Nach einem Sturm von Nordost bietet der Darßer Nordstrand ideale Bedingungen.

Tie Temperatur des Wassers

Kaltes Wasser lässt den Bernstein schwimmen, dann kann er gut an den Strand gespült werden oder lässt sich in den Flachen Wasserregionen finden.


Wie man Bernstein erkennt

Bernstein ist nicht leicht zu erkennen. Den Bernstein den man auf dem Darß finden kann ist oft nicht größer als ein Fingernagel. Dabei leuchtet er bräunlich bis honig-gelb und kann auch manchmal einen weißlichen Schimmer haben. Verwechslungsgefahr kann hier durchaus mit weißem Phosphor entstehen, welcher von Munitionsresten stammt. Dieser entzündet sich im trockenen Zustand ab 20 Grad Celsius und sieht dem Bernstein sehr ähnlich. Aus diesem Grund sollte man seine Fundstücke am Besten in einem mit Wasser gefüllten Glas transportieren und nicht nur in die Hosentasche stecken. Phosphor – Funde sind allerdings eher selten.


Bernsteine zum Bewundern und als Souvenir

Auch außerhalb der Sammelzeit für Bernsteine dreht sich auf dem Darß alles um das fossile Harz. Viele Souvenirläden in den Orten auf dem Darß haben Bernstein-Schmuckstücke oder Kunst aus Bernstein zum Bewundern oder zum Kaufen. In vielen Schmuckläden in den Orten auf dem Darß kann Bernsteinschmuck erworben werden. In Prerow gibt es das bekannte Bernsteinmuseum, in dem man verschiedene Bernsteine bewundern und viel über die Geschichte auf dem Darß hören kann. Auf dem Weg zum Darß kann man auch dem Deutschen Bernsteinmuseum einen Besuch abstatten um mehr über die Entstehung und die Vorkommen zu erfahren.