Die Fischland Kirche im Ostseebad Wustrow

Schon von weitem fällt einem die Kirche von Wustrow in den Blick, wenn man sich dem Ostseebad Wustrow vom Festland her nähert. Die Kirche von Wustrow wurde auf einem aufgeschütteten Hügel errichtet und ist seit dem Jahr 1873 ein Wahrzeichen von Wustrow. Zuvor hat an gleicher Stelle zwischen 1160 und 1190 eine Kirche aus Holz gestanden, die dem Baubeginn der heutigen Kirche im Jahre 1869 wich. Vor der Zeit des Kirchenbaus soll hier ein Tempel des Wendengott Svantevit gestanden haben. Einer Sage nach hat er den Hügel mit seinen eigenen Händen errichtet. dessen Skulptur man heute an der Seebrücke Wustrow bewundern kann.

Kirche Ostseebad Wustrow

Die Kirche im Ostseebad Wustrow

Die neugotische Kirche von Wustrow ist nach einem kreuzförmigen Grundriss gebaut. Wie auch in vielen anderen Kirchen des Fischland Darß, ist auch die Kirche in Wustrow geprägt von den Seefahrern des Ortes. Bewundernswert sind dabei die Schiffsnachbauten „Deo Gloria“, „Hoffnung“ und „Cristiana“, welche in der Nordempore, im Kirchenschiff und der Südempore zu finden sind. Aus der Dankbarkeit zu Gott vor der Bewahrung von Schiffbruch, sind dies die Geschenke der Seefahrer des Ortes Wustrow.

Kirche in Wustrow von Innen

Blick ins Innere der Kirche in Wustrow

Wer einmal einen atemberaubenden Blick über Wustrow erhalten möchte, der sollte den 18 Meter hohen Kirchturm der Wustrower Kirche besteigen. Die 28 Steinstufen und 67 Holzstufen sind es wert – den Besucher erwartet ein toller blick über den Saller Bodden, Wustrow und die Ostsee. Da der Turm ach als Seezeichen dient, gibt es in den Umliegenden Ostseebädern keine Kirchtürme in dieser Höhe.
Im Jahre 2006 wurde die Kirche auch behindertengerecht begehbar gemacht. Der ringsherum entstandene Weg lässt eine Betrachtung von allen Seiten zu. Aber auch im Inneren wurde saniert: eine Heizung ermöglicht auch in den Wintermonaten regelmäßige Gottesdienste.
In den Sommermonaten wird die Kirche in Wustrow nicht nur für Gottesdienste, sondern auch für Zahlreiche Veranstaltungen oder Konzerte genutzt. Hier kommt besonders die 1970 neu verbaute Orgel zur Geltung, die mit ihren dreizehn Registern und 986 Pfeifen ein besonderes Klangerlebnis bietet.